Freitag, Januar 21, 2005

Zurück in Brasilien

Soo, damit wäre der Winterurlaub auch schon wieder vorbei. Am 8. Januar bin ich wieder in Rio angekommen. Schön, alles vertraute wieder zu sehen. Und das Empfangskomitee war mit 5 Leuten auch beachtlich und hat am Flughafen schön für Aufsehen gesorgt, hehe.

Der Hinflug war etwas holperig. Hab zum ersten mal AirFrance genommen und der erste Eindruck war mies. Die haben tatsächlich auf das 20kg Gepäcklimit beharrt und nichtmal eine kleine Toleranz eingeräumt. Dabei war ich mit 27kg nicht mal zu dreist mit dem Überschreiten der Grenze. Naja, wenn man bedenkt, dass es für 4 Monate reichen soll. Sehr ärgerlich, aber durch geschicktes Umpacken habe ich sie doch noch überlistet und konnte alles mitnehmen. Auf dem Flug hab ich dann auch gesehen, warum sie so streng waren, denn von 200 Sitzen waren gerade mal ca. 40 belegt. Da muss man sich eben schnell noch einen Nebenverdienst einfallen lassen.

Auf dem Flug nach Rio gab es dann ca. 5 Stunden Turbulenzen. Nicht sehr starke, aber es war genug, dass einem Ständig die Trinkbecher samt Inhalt um die Ohren geflogen sind. Ohh, und ein Tipp für alle, die eine Transatlantik Verbindung mit AirFrance nehmen. Wenn ihr essen wollt, dann laßt euch einen Platz am Gang geben. Denn es wird ein nettes Buffet in der Küche aufgebaut und man kann soviel essen und trinken wie man will. Inklusive großzügiger Mengen von Häagen Dasz Eis. Wegen diesem Buffet läuft dann aber auch niemand vom Service mehr rum und bietet einem Getränke an. Ich hab einen Mittelplatz gehabt und weil die ältere französische Dame arge Trombose Angst hatte, bin ich hin und wieder auch mal rausgekommen. Aber ganz optimal finde ich das nicht, da lobe ich mir doch den Service der VARIG Brasil...

Aber genug gemeckert, ich bin ja angekommen. Und hier war dann auch perfektes Wetter... okay, perfekt für jeden, der tropisch feuchte 40 Grad mag ;-) Also gleich ab an den Strand, die Bräune wieder nachgeholt, hehe. Ich wohne jetzt bei Danilo und seiner Familie im Stadtteil Botafogo. Die Lage ist extrem genial. Zum Strand kann ich in 10 Minuten zu Fuß gehen. Das ist der Praía do Leme, im nördlichen Teil von Copacabana. Leme ist eher was für die Einheimischen, die Touristenburgen von Copacabana sind noch etwas entfernt. Und zur Arbeit ist es auch nicht weit. Etwa alle 30 Sekunden kommt ein Bus an, den ich nehmen kann und der bringt mich dann in knappen 10 Minuten hin. Wahnsinn, das ist purer Luxus, denn für gewöhnlich muss man für alles in Rio sehr lange fahren. Und war bisher auch immer Wege von einer Stunden gewöhnt. Jetzt lohnt es sich nicht mal die Zeitung rauszukramen. Aber ich kann somit auch mehr schlafen, und das ist recht günstig, denn um 8 Uhr fängt (theoretisch) mein Arbeitstag immer an...